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Irgendwann im Herbst 2000 erhielt ich
eine Email von Werner, der mit seiner Casa de Platero auch gern im WANDERWEB stehen
möchte. Der Eintrag war das eine, aber viel mehr gefiel uns die Casa auf seiner Homepage
und schon wurde eifrig hin- und hergemailt und letztendlich ein Termin für uns Fünf
festgemacht. Musste ja leider in den Schulferien sein, so blieb uns nur der warme Sommer.
Sozusagen Schnupperwanderurlaub auf La Palma. Am 12. Juli vormittags ging unser Flieger
mit der AIR Berlin von Tegel, leider eine halbe Stunde verspätet. So landeten wir auch
erst kurz vor 16 Uhr Ortszeit in St. Cruz de La Palma . Werner wartete schon mit seinem
Galloper, um uns abzuholen. St. Cruz mit dem Flughafen liegt im Osten und Garafia im
Nordwesten der Insel. Und bei Garafia steht die Casa de Platero. Eigentlich keine
Entfernung, die etwa 70 Kilometer. Trotzdem braucht man ca. 2 Stunden, denn erst schraubt
man sich Kurve um Kurve hinauf in das Gebirge, um dann auf der Westseite nach der Passage
des Tunel de la Cumbre natürlich wieder hinunter zu fahren. Die Gebirgsketten des Cumbre
Nueva und Cumbre Vieja trennen die Insel wie eine Wetterscheide. Vor dem Tunnel versperren
meist die tiefhängenden Passatwolken den Blick zurück zur Küste. Und auf der anderen
Seite des Tunnels strahlt meist die Sonne. Und diese Sonne begleitete uns die nächsten
vierzehn Tage.
Nach El Paso (gutes Einkaufszentrum) passierten wir Los Llanos, die "heimliche
Hauptstadt" der Palermos. Hinab nach Tazacorte, eine schöne Stadt im südländischen
Flair. Unmittelbar daneben Bananenplantagen in Hülle und Fülle. Doch nun geht es wieder
hinauf, von 0 auf knapp 600m zum Aussichtspunkt El Time. Die Straße führt weiter über
Tijarafe nach Puntagorda. Und immer wieder Kurven, bergauf und bergab. Jedes Baranco, so
heißen hier die ausgetrockneten Bachtäler, wird mitgenommen. Immer wieder herrliche
Aussichten hinab zum Meer. Doch irgendwann biegt Werner links von der Straße ab und nach
einem knappen Kilometer Feldweg hält er an unserer Casa.
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