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Die heutige Wanderung unseres Herbsturlaubes in Oybin beginnt am Bahnhof der Kleinbahn. Auf der Straße Richtung Olbersdorf folgen wir dem grünen Strich, der bald links bergauf von der Straße wegführt. Unser erstes Ziel ist der Ameisenberg (575m). Vorher passieren wir die „Tropfstein"grotte, von hier aus geht es auf schmalen Bergpfad (gelber Punkt) hinauf. Bald schon erreichen wir die Bastei. Von der Aussichtskanzel gibt es einen herrlichen Blick hinüber zum Berg Oybin. Weiter geht's zur Felsenstadt auf dem Ameisenberg. Nun geht es ein wenig abwärts zum Götzenstein, einem weiteren Aussichtspunkt am Ameisenberg. Hier geht der Blick hinüber zum Töpfer. Es gibt am Hang einige Klettergipfel (Kanzelturm, Vergessener Turm, Ameisenjungfer...). Das Klettern ist hier aus Naturschutzgründen von Januar bis September verboten. Überhaupt ist das Zittauer Gebirge neben dem Elbsandsteingebirge ein Eldorado für Kletterfreunde in Sachsen. Der Sandstein ist aus dem Mittel- und Oberturon eine Ablagerung des nordböhmischen Kreidemeeres. Geklettert wird im Zittauer Gebirge seit 1875, wenn damals auch mit künstlichen Hilfsmitteln. Von 1905 bis 1912 wurde das Gebiet vorwiegend durch Zittauer Bergsteiger erschlossen. - Ein bissl klettern wollten wir auch. Auf der Wanderkarte von Rolf Böhm „Zittauer Gebirge Östlicher Teil" sind an den Felsabstürzen des Ameisenberges in nördlicher Richtung ein paar Massivwände eingezeichnet (Wilde Wand, Wilde Mauer, Drachenwand). Diese sind leider in keinem verfügbaren Kletterführer vermerkt, so dass wir keine Wegbeschreibungen hatten. Unser Großer kam trotzdem nicht zu kurz, er durfte sich von oben gesichert, einen Schulterriss auf einen der Massive quälen. Danach wurde wieder gewandert, hinab zur Teufelsmühle (Gasthaus, Pension) und von da hinauf auf den Töpfer. Diesmal erfolgte der Aufstieg über den Gratzer Höhlenweg (gelber Strich). Oben langten wir genau am Gasthof auf dem Töpfer an (Beschreibung siehe letzte Ausgabe). Hinab zur Ferienwohnung in Oybin war es dann nicht mehr weit. Reine Gehzeit für diese Tour: ca. 2-3 Stunden.
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